Da wurde sich doch allen ernstes dieser Tage beschwert, daß die alten Inhalte von ughugh.de nicht mehr erreichbar seien. Ich bin zwar nicht der Meinung, daß die zwingend notwendig der Nachwelt erhalten bleiben müssen, handelt es sich doch im Grunde nur um Forenbeiträge aus alten Foren und Auspackzeremonien von Mac, aber was soll’s. Hier also in loser Folge das Archiv von Ughughs altem Kram, diesesmal forum|2002 als Antwort auf macixus Einwurf. Der steht übrigens nochmal am Ende, also der Einwurf, nicht der macixus :)
*kopfschüttelüberdenaltenMann*
also:
→ Whopper aussuchen.
→ Getränk der Wahl aussuchen – nur keine Cola-Light.
→ Whopper kaufen.
→ Optional:Mit der netten Asiatin flirten.
→ Optional:Nummer der netten Asiatin aufschreiben lassen.
→ Optional nur für xBoy: Sich die Nummer von dem großen, starken, Schwarzen geben lassen, der neben der Asiatin steht.
→ Zum Platz gehen
→ Vorher an der Station ausreichend Servietten und mindestens einen Strohlam für die Familie mitnehmen, keine Angst beides kostet nichts.
→ Whopper auswicklen.
→ Optional:Nach persönlichem Geschmack: Whopper aufklappen und eklige Dinge entfernen (ich empfehle bei McDonalds die Gurken und bei BurgerKing allzu durchtränkte Zwiebelstücke. ACHTUNG: Auf keinen, ich wiederhole, auf keinen Fall dabei hinsehen – das ist ein Grund Vegetarier zu werden)
→ Papier nehmen, etwas fester um 2/3 des Whoppers wickeln, dabei darauf achten, die hintere Hälfte zu verschliessen.
→ Ganzes Paket zwischen die Hande nehmen, und mit flachen Händen in der vorderen Hälfte fester drücken, bis die erste Soße rauskommt – zubeißen. Nein, nicht gierig, sondern angemessen.
→ Es kann passieren, daß rechts und links neben dem Mund was rauskommt. Macht nix, das fällt auf das Tablett, dafür ist es da. Deine Backe, Ohren Hals, Gesicht, Brille bleiben weitestgehend verschohnt, wenn Du nicht den halben Whopper reinschiebst.
→ Bei Gelegenheit das Papier weiter zurückschieben – nicht zu viel, damit der Whober nicht auseinanderfällt.
→ Man sollte es vermeiden, aber es ist geschmacklich nicht so dramatisch, den einen oder anderen Fetzen Papier mitzuessen, der ist dann eh schon soßengetränkt, sonst währe er noch fest genug, um ihn umzuklappen.
→ So weitermachen, bis nur noch eine Whoppermenge übrig ist, die man mit zwei Fingern halten kann.
→ Alles hinlegen, und das Papier soweit ausbreiten bis man ohne Gefahr für Leib und Finger an den Restwhopper kommt.
→ Aufwessen
→ Einwickelpapier zusammenknüllen oder einfach liegen lassen, eine Frage des persönlichen Ordnungsempfindens - Ich knülle immer, und stopfe es dann in die Pommestüte. Ich mag meine Umgebung ordentlich. Soßenreste auf dem Papier können auch dort bleiben, die braucht niemand mehr, mit dem nächsten Whopper gibt es neue Soße.
→ Gegebenenfalls minimale Soßenreste von den Fingern wichen – 1 Serviette sollte jetzt genügen.
→ Alles stehenlassen – wer die Tabletts selbst zum Mülleimer bringt, vernichtet Jobs!
→ Einfach gehen.
→ Optional: Beim Rausgehen nochmal die nette Asiatin anlächeln.
→ Optional: Das nervige kleine Kind am Nebentisch im eigenen Whopper ertränken, wenn die Eltern nicht hinschauen.
→ Optional: Auf dem Parkplatz den Mercedes des alten Herren mit der Ixus zerkratzen, der in der Schlange vor einem stand und ne Stunde brauchte, um sich “Einen Doppelwesternwhopper, sechs Chickenwings, eine Cola light bitte” zu bestellen und erst anfingen zu überlegen, was er denn will, als er gefragt wurde, was er denn wollen – und der auch immer noch nicht gelernt haben, daß man das Geld schon raussuchen kann, wärend die Angestellte das Essen zusammenkramt – anstatt allen seine olle ixus rumzuzeigen.
Hoffe, dir geholfen zu haben, Ugh
Es handelt sich dabei um eine Antwort auf den Beitrag von macixus im forum im Jahre 2002
Gerstern nach dem Mittagessen fuhr ich Richtung Braunschweig und schon an der Ausfahrt Lauenburg überfiel
mich der kleine Hunger zwischendurch. Runter von der Straße und rein zu Burger King: “Einen
Doppelwesternwhopper, sechs Chickenwings, eine Cola light bitte.”
Das Freßtablett zum Plastiktisch, auswickeln, reinbeißen.
Das heißt, ich wollte reinbeißen, aber ich renkte mir ob der schieren Höhe des Doppelwesternwhoppers den
Kiefer aus – Maulsperre. Mist.
Eine freundliche und knusprige Vietnamesin hinter der Theke muss wohl mein Mißgeschick beobachtet haben,
eilte herbei und mit ihrem Crashkursdiplom für ausgerenkte Whopperkundenkiefer behob sie die Maulsperre im
Nu und mit einem asiatisch-lächelndem “Jetzt aber guten Appetit!”
(Bei den Schlitzaugen weiß ich nie, ob das Lächeln wirklich ernst ist.)
Also erneut herzhaft das Maul auf und Whopper rein zum Zerkleinern. Die Ketchup- und Mayonnaise ging
diesmal nur bis zu den Ohren und die Nase steckte in den Gurkenscheiben. Ich konnte aber noch hechelnd und
flach weiter atmen.
An der Rückseite des Doppelwesternwhoppers triefte indes das rotweiße Soßenzeugs auf das Tablett, garniert
mit einer Tomatenscheibe und zwei Zwiebelringen…Also die Handstellung gewechselt auf “Fangkorb”, wobei die
Mittelfinger immer wieder die Fleischscheiben des Doppelwesternwhoppers Richtung Kaumund nachdrückten.
Die Fangkorbhandhaltung hatte aber die für mich unangenehme Nebenwirkung, dass an der Vorderseite des
Doppelwesternwhoppers die Brötchenhälften aufklappten und mir die Sicht auf die Knuspervietnamesin
verstellten. Dazu eklige Mayonnaiseketchupschmierstreifen auf der Brille, was mich längst nicht so gut aussehen
liess wie von allen erwartet.
Die Brille in der Lightcola gespült, Vietnamesin wieder sichtbar lächelnd (?), diesmal aber mit einem noch
bronzeneren Hautton wegen der Colafärbung der Gläser.
Zwei Chickenwings links und rechts in mein Kauwerkzeug geschoben und mit ihrer Hilfe echt asiatisch
zurückgelaÅNchelt und dann….
Aber das lenkt jetzt von meiner Frage ab:
wie esst ihr einen Doppelwesternwhopper, ohne euch einzusauen?
