Ich mache jetzt mal etwas in der heutigen Zeit total Ungewöhnliches, denn wer gönnt sich in unserer hypeverseuchten Zeit schon mal einen Blick zurück? :)
Nach dem, was wir mit ↩Ben Hur und Art Concert erlebten überrascht es nun wirklich nicht, daß die gesamte Veranstaltung auch weiterhin von klammen Kassen, Chaos und sonstigen Fragwürdigkeiten begleitet wird. Und auch, wenn ich nach den ersten Videoaufnahmen die youtube erreichten zufrieden grunzen konnte, weil es mir erspart blieb, dafür Geld auszugeben, werde ich nach wie vor, trotz wiederholter Aufforderung dies zu unterlassen, von den Verastaltern mit E-Mail-Werbung belästigt – pikanterweise für Veranstaltungen, die nach Presseberichten bereits abgesagt waren. Einer der Sätze darin lautet “Der Datenschutz nimmt bei ART CONCERTS einen hohen Stellenwert ein, weshalb wir uns bei der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten streng an die gesetzlichen Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes und des Teledienstedatenschutzgesetzes halten.“ was dann doch in Anbetracht der Erlebnisse mit diesem Veranstalter mehr als nur bezweifelt werden darf. Franz Abraham1 ist ein Name, den man sich sicherlich für die Zukunft merken sollte. Hinweisen möchte ich gerne noch auf den Erlebnisbericht in den Kommentaren des Artikels, der das Ganze aus der Perspektive einer Besucherin schildert, die nicht über den Veranstalter, sondern einen Ticketdienst ihre Karten erstanden hat.
Einige hatten sich schon gewundert, warum ich in letzter Zeit so wenig über Politik geschrieben habe – nun, zum einen musste sich die neue Regierung nach den Koalitionsverhandlungen auch erstmal einrichten – und jeder hat ein bißchen Ruhe bei der Einarbeitung verdient. Zum anderen machten sich in den ersten 2, 3 Wochen die Protagonisten überraschend gut – unabhängig von der politischen Positionierung dieser Regierung und freilich auch nur, wenn man sich große Mühe gibt, Wahlversprechen zu ignorieren :)
Aber wenig überrachend hielt der Eindruck nicht lange und noch bevor Ursula von der Leyen plötzlich von Supermammi zur Heilerin der Nation wurde, war sie sich nicht zu schade, ↩nochmals für ihr Zensurgesetz alle intelektuellen Hüllen fallen zu lassen, zu wiederholen, was schon oft genug wiederlegt wurde, aufzuzeigen, was sie von den Protesten hielt2 und das gerade erst gestoppte Unterfangen erneut zu fordern. Soweit nichts wirklich neues, neigte die Dame doch seit jeher zu einer gewissen Unbelehrbarkeit. Vielleicht aber hätte sie vorher einmal mit ihrem Kabinettskollegen telefonieren sollen, der ihr schönes Projekt bereits Wochen zuvor als Wahlkampfgeklapper geoutet hat.
Der eine oder andere üble Kelch, den ich ↩noch am Wahlabend vermutete, ist, wenn auch leider nur vordergründig, an uns vorrübergegangen, gerade Schäubles Umbesetzung hat mich etwas überrascht (aber nur, bis ich wusste, wer sein Nachfolger wird :) ) und Frau Leuthäuser-Schnarrenberger ist eine für mich überraschende Personalie, die ich an diesem Abend gar nicht auf dem Plan hatte – aber sie könnte entscheident werden, ist sie doch das einzige Mitglied der Regierung, das aus Intigritätsgründen einmal zurückgetreten ist und bereits erkennbar ihre Abneigung gegen einige Auswüchse des Sicherheitswahns hat durchblicken lassen. In Anbetracht der Tatsache aber, daß ihre Partei bei den Koalitionsverhandlungen Nichtigkeiten in Bezug auf die Bürgerrechte als große Errungenschaften bejubelte, sowohl Sachsen als auch Bayern (letzteres unter ihrer direkten Beteiligung) aufzeigten, daß man für einen Platz an den Fleischtöpfen schnell ebenjene Bürgerrechte über Bord wirft und auch ihre eigene passive Haltung als Justizministerin zu diesem Thema lässt nichts gutes erahnen. Das muntere Stühlerücken nach Jungs forciertem Abschuss zeigt aber, daß noch nicht genug Ruhe in das Kasperletheater gekommen ist, was denn auch den Mangel an Beiträgen dazu erklärt :). Immerhin aber habe ich die Zeit für die Aktualisierung des ↩Neusprechsartikels zu den Koalitionsverhandlungen genutzt.
Tja. Und dann war da noch ↩dieser Tag aber für dessen Nachschau findet ihr nicht hier sondern – aus gutem Grund – ↩dort :)


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